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	<title>Kommentare zu: Katholisch - aber schwul!</title>
	<link>http://forum.westh.de/2009/06/13/katholisch-aber-schwul/</link>
	<description>Austauschplattform für schwule Theologie und alle daran Interessierten</description>
	<pubDate>Thu, 17 May 2012 21:31:12 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>Von: Ulrich</title>
		<link>http://forum.westh.de/2009/06/13/katholisch-aber-schwul/#comment-7</link>
		<author>Ulrich</author>
		<pubDate>Tue, 11 May 2010 13:24:00 +0000</pubDate>
		<guid>http://forum.westh.de/2009/06/13/katholisch-aber-schwul/#comment-7</guid>
		<description>Als jemand, der gut kirchlich sozialisiert römisch-katholisch aufwuchs, für den von klein auf das In-die-Kirche-gehen und das Sich-kirchlich-engagieren eine Selbstverständlichkeit war, hatte ich ein schwieriges Coming-out – das Schwierigste daran war sicher der jahrzehntelange innere Kampf, mit mir selbst "ins Reine" zu kommen – und das ist durchaus wörtlich zu verstehen: wenn jede Sexualität tabuisiert ist und Homosexualität als eine der schlimmsten Sünden angesehen wird, dann fühlt man sich als junger Schwuler schmutzig, verdorben und sündhaft. Das innere Coming-out führte dann auch verständlicherweise zur äußeren Kirchendistanz. Die Sehnsucht nach der Liebe Gottes und der Gemeinschaft derer, die Jesus Christus nachfolgen wollen, blieb aber, und Gott-sei-Dank merkte ich im Laufe der Jahre, dass es nicht nur beim himmlischen Vater viele verschiedene Wohnungen gibt, sondern auch hier auf Erden in seiner Kirche. Queergottesdienste, die Gruppe "Homosexuelle und Kirche (HuK)" und die alt-katholische Kirche sind meine persönlichen Wegweiser auf der Suche nach Beheimatung geworden. 

Ausführlicher dazu: http://huk.org/allgem/ulrich-csd-stuttgart.htm</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Als jemand, der gut kirchlich sozialisiert römisch-katholisch aufwuchs, für den von klein auf das In-die-Kirche-gehen und das Sich-kirchlich-engagieren eine Selbstverständlichkeit war, hatte ich ein schwieriges Coming-out – das Schwierigste daran war sicher der jahrzehntelange innere Kampf, mit mir selbst &#8220;ins Reine&#8221; zu kommen – und das ist durchaus wörtlich zu verstehen: wenn jede Sexualität tabuisiert ist und Homosexualität als eine der schlimmsten Sünden angesehen wird, dann fühlt man sich als junger Schwuler schmutzig, verdorben und sündhaft. Das innere Coming-out führte dann auch verständlicherweise zur äußeren Kirchendistanz. Die Sehnsucht nach der Liebe Gottes und der Gemeinschaft derer, die Jesus Christus nachfolgen wollen, blieb aber, und Gott-sei-Dank merkte ich im Laufe der Jahre, dass es nicht nur beim himmlischen Vater viele verschiedene Wohnungen gibt, sondern auch hier auf Erden in seiner Kirche. Queergottesdienste, die Gruppe &#8220;Homosexuelle und Kirche (HuK)&#8221; und die alt-katholische Kirche sind meine persönlichen Wegweiser auf der Suche nach Beheimatung geworden. </p>
<p>Ausführlicher dazu: <a href="http://huk.org/allgem/ulrich-csd-stuttgart.htm" rel="nofollow">http://huk.org/allgem/ulrich-csd-stuttgart.htm</a></p>
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	<item>
		<title>Von: hahue</title>
		<link>http://forum.westh.de/2009/06/13/katholisch-aber-schwul/#comment-3</link>
		<author>hahue</author>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 07:35:34 +0000</pubDate>
		<guid>http://forum.westh.de/2009/06/13/katholisch-aber-schwul/#comment-3</guid>
		<description>Wenn "katholisch" "umfassend" oder gar "allumfassend" bedeutet, darf es nicht wundern, dass in einer katholischen Kirche auch Schwule vorkommen.
Probleme gibt es m. E., weil offizielle Vertreter der katholischen Kirche und etliche, die in dieser Vorgehensweise einen Vorteil für sich wittern, hartnäckig eine eigene Definition von Homosexualität durchsetzen wollen. Homosexuell ist in deren Vorstellung, wer noch nie oder einen längeren Zeitraum nicht einen homosexuellen Akt gesetzt hat. Homosexualität gibt es in dieser Sichtweise zwar als Phänomen, nicht jedoch als chrakteristisches Identitätsmerkmal. Wie der oder die einzelne fühlt und empfindet, interessiert nicht. Diese Sichtweise verträgt sich gut mit der traditionellen homphoben Sexuallehre und hilft, die bestehende klerikale Ordnung aufrecht zu erhalten. 
Alle anderen Denkansätze werden als bedrohlich betrachtet und geächtet. Da nimmt man lieber in Kauf, nicht mehr alle zu "umfassen".</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn &#8220;katholisch&#8221; &#8220;umfassend&#8221; oder gar &#8220;allumfassend&#8221; bedeutet, darf es nicht wundern, dass in einer katholischen Kirche auch Schwule vorkommen.<br />
Probleme gibt es m. E., weil offizielle Vertreter der katholischen Kirche und etliche, die in dieser Vorgehensweise einen Vorteil für sich wittern, hartnäckig eine eigene Definition von Homosexualität durchsetzen wollen. Homosexuell ist in deren Vorstellung, wer noch nie oder einen längeren Zeitraum nicht einen homosexuellen Akt gesetzt hat. Homosexualität gibt es in dieser Sichtweise zwar als Phänomen, nicht jedoch als chrakteristisches Identitätsmerkmal. Wie der oder die einzelne fühlt und empfindet, interessiert nicht. Diese Sichtweise verträgt sich gut mit der traditionellen homphoben Sexuallehre und hilft, die bestehende klerikale Ordnung aufrecht zu erhalten.<br />
Alle anderen Denkansätze werden als bedrohlich betrachtet und geächtet. Da nimmt man lieber in Kauf, nicht mehr alle zu &#8220;umfassen&#8221;.</p>
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